9C_292/2016 Urteil vom 20. September 2016

Im besprochenen Urteil geht es um die Übernahme von Gebärdensprachdolmetscherkosten zur Erlangung der Ausbildung als Staplerfahrer. Relevant ist der Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG.
Das Bundesgericht musste sich mit der Frage auseinandersetzen, ob die Ausübung der Tätigkeit als Staplerfahrer für gehörlose Menschen als geeignet bezeichnet werden kann (E. 3.2). Die Vorgaben der Suva für die Auswahl eines Staplerfahrers enthalten fachspezifische Gesichtspunkte, denen besonderes Gewicht zukommt (E. 3.2.3). Die IV soll nicht eine Weiterausbildung zu einer Tätigkeit mitfinanzieren, deren Ausübung als Verstoss gegen die der Unfallverhütung dienenden Vorgaben der Suva qualifiziert werden könnte (E.3.2.4).

Hier das vollständige Urteil 9c_0292_2016_2016_09_20_t

8C_379/2016 Urteil vom 20. September 2016

Zusammenfassung: Das Bundesgericht hielt in seinem Urteil fest, dass der ärztliche Bericht, welcher auf der Observation einer versicherten Person basiert, so gestaltet sein muss, dass selbst für einen medizinischen Laien erkennbar ist, wie aus den Obervationsergebnissen auf den medizinischen Befund geschlossen werden konnte. Da dies in dem vorliegenden Entscheid nicht der Fall war, wurde die Sache an die Suva zurückverwiesen.

Hier das vollständige Urteil 8c_0379_2016_2016_09_20_t